Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich habe mich seit mehr als einer Woche intensiv mit dem Thema Trinkwasserversorgung durch den ZWUI" beschäftigt.
Dies ist die vorläufig letzte Mitteilung dazu.
Je tiefer ich in die Zahlen und Zusammenhänge eingestiegen bin, desto mehr hatte ich das Gefühl, in eine echte Teufelsküche zu geraten. Man steht vor einem Geflecht aus Problemen, das auf den ersten Blick kaum lösbar erscheint.
Ich bin Nachbarn und Mitbürgern sehr dankbar, die mir detaillierte Informationen, Hinweise und Unterlagen zur Verfügung gestellt haben. Auf dieser Grundlage sind meine letzten E-Mails und auch die Texte auf meiner Homepage entstanden.
Das Ausmaß der Situation ist aus meiner Sicht gigantisch.
Und es wundert mich zutiefst, dass diese politische Problematik öffentlich kaum präsent ist.
1. Der Wasserverbrauch sinkt deutlich.
Der Pro-Kopf-Verbrauch ist in den letzten Jahren spürbar zurückgegangen. Besonders stark war der Rückgang nach der Preiserhöhung im Jahr 2022. Die Menschen reagieren auf hohe Preise – sie sparen Wasser.
Das ist verständlich und vernünftig.
Doch genau hier beginnt ein strukturelles Problem.
2. Warum der Preis trotz Sparen weiter steigen kann:
Unsere Wasserversorgung hat sehr hohe Fixkosten: Leitungsnetz, Brunnen, Wasserwerke, Kreditzinsen, Abschreibungen, Personal. Diese Kosten bleiben nahezu gleich – egal wie viel Wasser verbraucht wird. Wenn weniger Wasser verkauft wird, verteilen sich die gleichen Kosten auf weniger Kubikmeter. Das bedeutet automatisch: Der Preis pro Kubikmeter steigt. Gleichzeitig werden große Investitionen beschlossen, zum Beispiel das Wasserwerk Scheuerheck. Jede neue Investition erhöht dauerhaft die Fixkosten.
Wir haben also zwei Effekte gleichzeitig: Sinkender Verbrauch und steigende Fixkosten. Beides treibt die Preise weiter nach oben.
3. Ein besonders alarmierender Vergleich
Laut offizieller Statistik des ZWUI verbraucht Neuburg derzeit jährlich 220.109 m³ Trinkwasser. Für genau diese Menge zahlen wir Neuburger rund 600.000 Euro pro Jahr mehr als unsere Nachbarn, die von der Ruhsdorfer Gruppe versorgt werden. 600.000 Euro pro Jahr – bei gleicher Wassermenge. Diese Zahl ist so hoch, dass ich als zukünftiger Bürgermeister daran nicht vorbeigehen kann. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.
4. 50 % Preiserhöhung – und kaum Reaktion
Zum 1. Januar 2023 wurde der Wasserpreis um 50 % erhöht. Damals stellte die Passauer Neue Presse die Frage: „Wo bleibt der Aufschrei?“ Ein breiter öffentlicher Protest blieb aus. Bis auf eine kleine Gruppe haben viele Bürgerinnen und Bürger diese massive Erhöhung hingenommen. Jedes Jahr werden Nachzahlungen geleistet. Und weitere Preissteigerungen scheinen ebenfalls still akzeptiert zu werden. Doch Schweigen bedeutet nicht Zustimmung. Viele zahlen, weil sie zahlen müssen.
5. Politisch kaum thematisiert
In den Wahlprogrammen der örtlichen Parteien spielt das Thema Trinkwasser praktisch keine Rolle. Weder die Preisentwicklung, noch die Investitionen, noch die strukturellen Risiken, noch die ökologisch bedenklichen Bohrungen im Tiefengrundwasser werden dort ernsthaft behandelt. Ein Thema, das jeden Haushalt finanziell betrifft, darf nicht ausgeblendet werden. Für mich ist das nicht nachvollziehbar.
6. Weitere kritische Punkte
Unser Brunnen in Neukirchen ist der wichtigste Standort im Zweckverband. Es wird dort wesentlich mehr Tiefgengrundwasser gefördert als genehmigt. Das muss vollständig aufgeklärt werden.
Große Investitionen werden beschlossen, deren konkreter Nutzen für unsere Gemeinde nicht ausreichend nachvollziehbar ist.
Verluste im System werden automatisch auf die Verbraucher umgelegt. Ein wirtschaftlicher Korrekturmechanismus fehlt.
Ich kandidiere auch für das Amt des Bürgermeisters, weil ich diese Entwicklung nicht akzeptiere.
Ich werde dieses Thema sofort in Angriff nehmen.
Ich verspreche:
vollständige Transparenz über die gesamte Kostenstruktur
konsequente Prüfung aller Investitionen
Schutz unseres Grundwassers
aktives und selbstbewusstes Auftreten im Zweckverband
keine weiteren Fixkosten ohne klaren und belegbaren Nutzen
Das Thema Wasser betrifft jeden Haushalt. Und es kann zu einem entscheidenden Faktor für die Zukunft unserer Gemeinde werden.
Lesen Sie hier meine umfangreichen Analysen und Schlussfolgerungen zum Thema [Trinkwasser: https://www.eder-fuer-neuburgaminn.de/trinkwasser](Trinkwasser: https://www.eder-fuer-neuburgaminn.de/trinkwasser)
Ich bitte Sie daher um Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung, damit wir gemeinsam für eine faire, transparente und verantwortungsvolle Wasserversorgung sorgen können.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Joachim Eder
Bürgermeisterkandidat
P. S.
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